YB reagiert auf Wüthrich-Ausfall und verpflichtet Moritz Jenz

Die Young Boys verstärken ihre Defensive mit Moritz Jenz. Der 27-jährige deutsche Innenverteidiger wechselt vom VfL Wolfsburg nach Bern und unterschreibt einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison. Gleichzeitig bestätigt YB, dass Gregory Wüthrich wegen einer Muskelverletzung in der linken Wade voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfällt.

Die beiden Meldungen kommen für die Berner unmittelbar vor einem wichtigen Spitzenspiel in der Super League. Am Samstag gastiert YB beim noch verlustpunktfreien Tabellenführer FC Lugano.

Jenz soll der Defensive von Trainer Gerry Seoane zusätzliche Stabilität und Erfahrung verleihen. Der 1,90 Meter grosse Innenverteidiger erhält bei den Young Boys die Rückennummer 4.

Eine Ablösesumme oder weitere finanzielle Details zum Wechsel wurden von den Clubs nicht bekannt gegeben.

Jenz unterschreibt bis Saisonende

Moritz Jenz stand seit Sommer 2023 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. In der vergangenen Saison 2024/25 war er an den 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen.

Für Wolfsburg kam der Berliner insgesamt auf 46 Pflichtspiele in Bundesliga und DFB-Pokal und erzielte dabei zwei Tore. In der laufenden Saison der 2. Bundesliga war er für den VfL noch nicht zum Einsatz gekommen.

Jenz bringt dennoch umfangreiche Erfahrung aus mehreren europäischen Ligen mit. Für Wolfsburg, Mainz und Schalke bestritt er insgesamt 71 Partien in der Bundesliga.

Zuvor spielte er in Frankreich für den FC Lorient. Dort absolvierte er 17 Einsätze in der Ligue 1.

Super League ist für Jenz kein Neuland

Auch den Schweizer Fussball kennt der neue YB-Verteidiger bereits. In der Saison 2020/21 stand Jenz bei Lausanne-Sport unter Vertrag.

Für die Waadtländer absolvierte er damals 32 Begegnungen. Nach seiner Zeit in Lausanne setzte er seine Karriere in Frankreich und später in Deutschland fort.

Damit verpflichtet YB einen Spieler, der die Super League bereits aus eigener Erfahrung kennt und aufgrund seiner bisherigen Stationen auf unterschiedlichen Ebenen eingesetzt wurde.

Für die Berner ist diese Erfahrung besonders wertvoll, weil die personelle Situation in der Innenverteidigung derzeit angespannt ist.

Wüthrich fällt vier bis sechs Wochen aus

Am Dienstag bestätigten die Young Boys gleichzeitig die Diagnose bei Gregory Wüthrich.

Der 31-jährige Schweizer Nationalspieler hat sich eine Muskelverletzung in der linken Wade zugezogen und wird seinem Team voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen.

Wüthrich erlitt die Verletzung bereits in der vergangenen Woche im Abschlusstraining vor dem Meisterschaftsspiel gegen den FC Luzern. Beim 3:3 im Wankdorf stand er deshalb nicht zur Verfügung.

Der Ausfall trifft die Berner in einer Phase mit wichtigen Meisterschaftsspielen. Jenz könnte entsprechend schnell eine Rolle in der Defensive übernehmen.

Spitzenspiel gegen Lugano wartet

Die nächste Aufgabe hat es für YB in sich. Am Samstag, 12. September, treten die Berner um 19.00 Uhr beim FC Lugano in der neuen AIL Arena an.

Lugano führt die Super League nach sechs Spielen mit der makellosen Bilanz von sechs Siegen und 18 Punkten an. YB folgt nach sieben Partien mit 15 Punkten auf Rang zwei.

Die Tessiner bestätigten ihre starke Frühform zuletzt mit einem 3:1-Auswärtssieg beim FC Basel und dem sechsten Erfolg im sechsten Meisterschaftsspiel.

Für YB bietet sich damit die Chance, im direkten Duell zum Leader aufzuschliessen. Gleichzeitig muss Seoanes Mannschaft die Defensive nach dem Ausfall von Wüthrich neu organisieren.

Jenz soll sofort zusätzliche Optionen bringen

Ob Jenz bereits gegen Lugano zum Aufgebot gehören wird, hat YB zunächst nicht bekannt gegeben.

Mit seiner Erfahrung und seiner körperlichen Präsenz bringt er jedoch das Profil eines Spielers mit, der die Berner Abwehr kurzfristig verstärken kann.

Nach den beiden 3:3-Unentschieden gegen Basel und Luzern hat YB zuletzt zwar seine Ungeschlagenheit gewahrt, defensiv aber mehrere Gegentreffer kassiert.

Der Transfer von Jenz erhält durch die Verletzung von Wüthrich deshalb zusätzliches Gewicht. Für die Berner beginnt nun eine Phase, in der der Neuzugang möglicherweise schneller benötigt wird als ursprünglich geplant.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert